Challenge #Autorenwahnsinn: Tag 12

Es ist Samstag, Wochenende, und das Wetter wird einfach nicht besser. Geplante Aktivitäten im Freien fallen buchstäblich ins Wasser. Trübe Gedanken und triste Trägheit breiten sich aus angesichts des “Sommers”, der gerade vor der eigenen Haustür stattfindet. Doch verzagt nicht, denn hier kommt die nächste Ausgabe der Challenge #Autorenwahnsinn!

Heutige Challenge:

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Tag 12: Abkühlung gefällig? Wie wäre es mit einem erfrischenden Zitat?
Vielleicht aus einer Dusch- oder Badeszene? Aus einer Schwimmszene oder einer Stelle in deinem Manuskript, an der deine Protagonisten ein kühles Bier genießen?

Passend zu den Sturzbächen draußen und den bald über die Ufer tretenden Flüssen habe ich zwar kein “erfrischendes” Zitat aus meinem aktuellen Buchprojekt für euch, doch es hat etwas mit Wasser zu tun. 😉

Die Tür des Büros ging auf und Frau Gruber trat hinein, frierend und zitternd, den Schal um Mund und Nase gewickelt und den nassen Mantel eng um den Körper geschlungen. „Was für ein Wetter!“ schimpfte sie, während sie hinüber zu ihrem Schreibtisch ging und sich stöhnend in den Stuhl fallen ließ. Irritiert schaute er sie an, dann wanderte sein Blick zum Fenster. Es regnete in Strömen, dicke Tropfen prasselten auf die Fensterbank und ganze Sturzbäche rannen die Scheibe hinunter. Seit wann regnete es denn? „Da geht man raus und freut sich noch über trockenes Wetter, lässt extra den Regenschirm stehen, weil man glaubt, ihn nicht zu brauchen, und schon schlägt das Wetter komplett um und man steht im Regen. Unfassbar.“ Wie zum Beweis, dass sie den Regenschirm doch hätte mitnehmen sollen, legte sie ihren Kopf schief, nahm ihren langen Pferdeschwanz in beide Hände und drückte ihn aus. Wassertropfen fielen zu Boden und sickerten in den grauen Teppich ein. Schweigend sah Max den Tropfen dabei zu, wie sie ihren Weg aus Frau Grubers Haaren hinunter in den Teppichboden fanden. Es hatte etwas Beruhigendes und für kurze Zeit vergaß er seine Sorgen. […]Dann schlurfte er geknickt den Gang entlang, die Treppe hinunter und am Empfang vorbei. Draußen regnete es immer noch stark, doch es war ihm egal. Er trottete langsam durch die Pfützen auf sein Auto zu, das Wasser durchnässte seine Schuhe. Ganz von vorne. Er musste wieder ganz von vorne anfangen. Immer wieder ging ihm dieser Satz durch den Kopf, er konnte es nicht ausschalten. Er blieb stehen und legte den Kopf in den Nacken, sodass der Regen sein Gesicht berührte. So konnte wenigstens niemand sehen, dass Tränen sein Gesicht hinabliefen. Ganz von vorne beginnen… Einige Minuten stand er auf dem Parkplatz, ließ die Tropfen auf sich niederregnen und machte keine Anstalten, in sein Auto zu steigen.

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Ja, das war es auch schon wieder für heute. Die Challenge macht mir großen Spaß und ich hoffe, euch gefallen meine Beiträge auch 🙂 Also, wir lesen uns morgen wieder! Macht euch noch einen schönen Samstag trotz Mistwetter, lasst die Sonne in euren Herzen scheinen 🙂

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